Meine Reise führte mich diesen Mal ins wunderschöne Tirol. Unterwegs mit dem Van sei gesagt, dass es in Österreich eher nicht so einfach ist wild zu campen und das vielerorts hohe Strafen nach sich zieht. Ich habe mir also einen wundervollen privaten Bauernhof in der Höhe von Hopfgarten ausgesucht und angesteuert, wo ich Dienstagabend ankam. Am Mittwoch ging es dann gegen Mittag weiter Richtung Wilder Kaiser. Dort hatte ich mir die Tour zum Kleinen Törl auf 2100 m ausgesucht. Es sei an dieser Stelle erwähnt, dass wir Ende April haben und zu dieser Jahreszeit in den höheren Berglagen oftmals noch viel Schnee liegen kann. Los geht die Tour auf dem Wanderparkplatz im Tannbachtal. Hier führt zunächst ein Forstweg bergauf und geht über in einen Waldweg der etwas steiler wird. Danach geht es von den 900 Höhenmetern knapp 500 Meter anspruchsvoll und steil über kleine Waldpfade bergauf, hier ist gute Kondition gefragt. Immer wieder kreuze ich dazwischen Forstwege und gelange schließlich auf knapp 1400 m zum Mahlereck. Hier steht eine Bank von der aus man eine traumhafte Sicht ins Tal hat. Ein toller Ort für eine kurze Pause. Danach geht es weiter durch enge, bewurzelte Waldwege und steinige Passagen bergauf. Auf halber Strecke steht eine verlassene Berghütte und ich sehe einige Alpensteinböcke auf der Wiese. Die folgenden Wege sind schon zum Teil durch Schnee bedeckt und es fällt manchmal schwer den eigentlich Weg noch zu sehen. Hier ist Vorsicht geboten, weil unter dem Schnee oft Löcher sind und man schnell mal Knietief einsinken kann. Nach knapp 3 Stunden lande ich auf dem Baumgartnerkopf und auf 1554 m Höhe. Hier empfehle ich eine Pause, um den Rundumblick ins Tal zu genießen und die Seele baumeln zu lassen. Es lohnt sich.
Der weitere Streckenverlauf zum kleinen Törl ist leider aufgrund der Zeit (es ist bereits 16 Uhr und ich habe die Schwierigkeit der Tour etwas unterschätzt) und der Beschaffenheit der Wege (zu viel Schnee und keine Sicht auf die Wege) unmöglich. Ich entscheide mich über den Gildensteig Richtung Westen zu wandern, kann allerdings nach einiger Zeit den Weg gar nicht mehr sehen und lande vor einem verschneiten Wasserfall durch den der Weg führt. Hier drehe ich lieber um, da es zu gefährlich erscheint. Ein falscher Schritt und man landet im Wasserfall.
Beim Weg nach unten nutze ich den Ursprungsweg bis knapp 15 Minuten hinter dem Mahlereck, dann nehme ich einen tollen und ruhigen Waldpfad in Richtung Gaudeamushütte, die allerdings noch geschlossen hat. Von hier aus führt der Waldweg weiter zum Ausgangspunkt des Waldparkplatzes zurück.
Fazit: Eine wirklich schöne Tour, die leider nicht zu dieser Jahreszeit nicht im vollen Ausmaß möglich war. Besser ist es hier zwischen Juni und September zu wandern. Der Anspruch ist schon hoch, Kondition sollte vorhanden sein und auch leichte Klettererfahrung wäre von Vorteil. Wenn man sich in dieses Abenteuer stürzt, wird man am Ende mit einem zauberhaften Blick ins Tal belohnt. Klare Empfehlung!

















